Bürger/innenprogramm
In einigen EU-Mitgliedstaaten wird das Standardkostenmodell (SKM) zur Ermittlung von Verwaltungslasten – mit dem Ziel der Entlastung – nicht nur der Unternehmen sondern auch zur Entlastung der Bürger/innen angewandt. Vorreiter in diesem Bereich sind die Niederlande und Belgien. Nach dem erfolgreichen Start der Initiative für Unternehmen wird in Österreich nun auch der Fokus auf Bürger/innen gelegt. Auf Grund eines gemeinsamen Ministerratsvortrages des Bundesministeriums für Finanzen und des Bundeskanzleramtes vom 14.4.2009 wurde ein Programm gestartet, um die Verwaltungskosten für Bürger/innen zu senken. Vorrangige Ziele sind es, die Bürger/innen von unnötiger Bürokratie zu entlasten und die Servicequalität von Verwaltungsleistungen zu erhöhen. Die Initiative hat dabei zwei wesentliche Komponenten.
Erstes Element ist die Durchführung des SKM-Prozesses mit den Schritten „Basismessung, Zielformulierung, Maßnahmenplanung und umsetzung, deren Koordination beim Bundesministerium für Finanzen liegt.
Das zweite Element ist die Umsetzung von vorgezogenen Maßnahmen im den Lebensbereichen Geburt, Eheschließung und Todesfall, deren Koordination beim Bundeskanzleramt liegt.
Zielsetzungen:
1. Bürger/innen entlasten durch geringeren Zeit- und Kostenaufwand:
- Wege sparen durch höheren Einsatz von eGovernment, bessere Zusammenarbeit zwischen Behörden, One-Stop-Shop Lösungen
2. Servicequalität erhöhen:
- verständlichere und leichter zugängliche Formulare, Informationen zentral bereit stellen, Barrierefreiheit, interaktive Verfahren