Die SKM-Methode
Die SKM-Methode ist ein Verfahren zur Erhebung von Verwaltungskosten, die Unternehmen durch die Erfüllung von gesetzlichen Informationsverpflichtungen entstehen. Auf Basis von persönlichen Interviews in Unternehmen bietet das Verfahren eine systematische Berechung der Verwaltungskosten für Unternehmen. Die SKM-Methode ist geeignet, prioritäre Reformbereiche zur Entlastung von Unternehmen zu identifizieren und das Zusammenwirken zwischen Verwaltung und Wirtschaft zu verbessern.
Nutzen der Standardkostenmodell-Methode
beziffert Verwaltungskosten für Unternehmen aus der Erfüllung von gesetzlichen Informationsverpflichtungen;
- schafft Transparenz über Verwaltungskosten für Unternehmen;
- macht Angaben über die Auswirkungen bestimmter Reduktionsmaßnahmen möglich;
- fördert Kostenbewusstsein bei politischen Entscheidungsträgern;
- schafft internationale Vergleichbarkeit;
- bewertet neue Gesetzesinitiativen und hilft bei der Abschätzung von Alternativen.
Aufbau des Standardkostenmodells

Vereinfachte Darstellung und Berechnung des Standardkostenmodells
Das Standardkostenmodell ist ein Modell zur Messung von Verwaltungskosten, die Unternehmen durch die Erfüllung von gesetzlichen Informationsverpflichtungen entstehen. Ausgangspunkt ist immer die einzelne Rechtsvorschrift. Durch Addition der Kosten der Verwaltungstätigkeiten, der Datenerfordernisse und der Informationsverpflichtungen ergeben sich die Kosten für eine Rechtsvorschrift.
Die SKM-Methode beschränkt sich auf die Berechnung der so genannten Verwaltungskosten für Unternehmen, jene Kosten, die den Unternehmen entstehen, wenn sie Informationsverpflichtungen aus Rechtsvorschriften nachkommen. Nicht vom Standardkostenmodell erfasst werden Kosten, die durch die Befolgung von materiellen Regulierungsinhalten entstehen: finanzielle Kosten und materielle Erfüllungskosten. Die inhaltlichen Zielsetzungen der Rechtsetzung werden durch die SKM-Methode nicht berührt. Folgende Grafik soll den Regelungsbereich des SKM-Modells veranschaulichen:

Bürger/innen sehen sich mit unterschiedlichen Rechtsvorschriften konfrontiert, die von staatlicher Seite erlassen werden. Mit der Einhaltung dieser Rechtsnormen sind unterschiedliche Arten von Kosten verbunden.
Im Gegensatz zum SKM für Unternehmen wird der den Bürger/innen entstehende Zeitaufwand nicht in Geld bewertet. Somit ergibt sich die gesamte Belastung für Bürger/innen aus dem Zeitaufwand in Stunden einerseits und dem Kostenaufwand in Euro andererseits.
Um den Informationsverpflichtungen gerecht zu werden und die entsprechenden Informationen bereitzustellen, müssen Bürger/innen einer Reihe von Verwaltungstätigkeiten nachkommen (z.B. Auskünfte einholen, Unterlagen zusammenstellen, Anträge einbringen bzw. abgeben). Diese erfordern Ressourcen, insbesondere in Form von Zeit und Kosten, und externer Ressourcen in Form von Honoraren für Steuerberater/innen, Notare usw. Unter direkten Kosten werden vor allem Barauslagen, dh Kosten für Kopien, Fahrscheine, Porto verstanden, nicht enthalten sind Gebühren und Abgaben. Multipliziert man diese Zeit- und Kostenfaktoren jeweils mit der Fallzahl so erhält man den gesamten Kosten- bzw. Zeitaufwand, der Bürger/innen pro Jahr in Österreich aus der Erfüllung der Informationsverpflichtungen entsteht.
Aufbau des Standardkostenmodells für Bürger/innen
