Unternehmensinitiative
Die österreichische Bundesregierung hat beschlossen, dass die österreichischen Unternehmen bis 2010 bzw. 2012 um mehr als 1 Milliarde Euro entlastet werden sollen.
Ziele der Initiative:
- Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich erhöhen
- Österreichs Unternehmen nachhaltig entlasten
- Potenzial für Investitionen in die Zukunft schaffen
- Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung verbessern
- Gesetzgebung transparenter und effizienter gestalten
Keinesfalls sollen Schutzbestimmungen für Umwelt und Bürger/innen im Rahmen der Initiative eingeschränkt werden. Im Mittepunkt der Maßnahmenplanung steht vielmehr die Optimierung von Prozessen. Beispiele dafür sind etwa:
- Zeitsparende Übermittlung von Informationen anbieten durch E-Government-Lösungen
- Doppelgleisigkeiten vermeiden durch verbesserten Datenaustausch in der Verwaltung
- Irritationsfaktoren für Unternehmen beseitigen
- Komplizierte Bestimmungen vereinfachen und Begriffe/Definitionen annähern
Insbesondere Klein- und Mittelunternehmen (KMU) sind überdurchschnittlich von Verwaltungslasten betroffen. Mit der Beschäftigung von Arbeitnehmer/inne/n steigt die Anzahl der Informationsverpflichtungen sprunghaft an. Je größer das Unternehmen, desto geringer wird die Belastung aus Informationsverpflichtungen in Relation zum Umsatz. Die Initiative „Verwaltungskosten senken für Unternehmen“ ist daher ein wichtiger Motor für die Entlastung von Klein- und Mittelunternehmen und leistet einen bedeutenden Beitrag zu Entbürokratisierung und besserer Rechtsetzung.
Der erste Schritt der Initiative stellte einer Basiserhebung der rechtlichen Informationsverpflichtungen von Unternehmen dar. Die heimischen Unternehmen erfüllen mehr als 230 Millionen Mal pro Jahr bundesrechtlich festgelegte Informationsverpflichtungen wie etwa Bereithaltung, Weiterleitung und Sammlung bestimmter Informationen und Daten. Die Messung der damit verbundenen Belastung erfolgte mit Hilfe des international erprobten Standardkostenmodells (SKM).
Als nächster Schritt der Initiative folgte die Erstellung von Maßnahmenplänen durch die einzelnen Ministerien und deren kontinuierliche Aktualisierung und Überwachung.