Die Österreicher verbringen rund 32,4 Millionen Stunden mit Behördenwegen, das sind durchschnittlich 4 Stunden pro Einwohner. Das hat eine Studie im Auftrag des Finanzministeriums ergeben.
Rund 4.000 Interviews wurden mit betroffenen Bürger/innen durch die Firma Triconsult für die 100 aufwändigsten Verwaltungsverfahren im Zeitraum von Oktober 2009 bis Februar 2010 geführt wurden. Um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren, will die Regierung Behördenwege verstärkt ins Internet verlegen.
Die rund 100 erhobenen Verwaltungsverfahren für Bürger/innen verursachen:
- 22 Mio. Anträge, Ansuchen, Erklärungen etc. pro Jahr
- 32,3 Mio. Stunden Gesamtbelastung für alle Österreicherinnen und Österreicher
- 113 Mio. EUR Barauslagen (Kopien, Fahrscheine, etc.)
Von den rund 22 Mio. Anträgen werden 12,5 Mio. persönlich, 7,7 Mio. per Post und nur 1,6 Mio. über elektronische Verfahren eingebracht. Von diesen 1,6 Mio. entfallen rund 1,5 Mio. auf das Bundesministerium für Finanzen, dh auf FinanzOnline. 62% der Befragten, die bis dato Anträge manuell abwickeln, können sich vorstellen, in Zukunft Verfahren elektronisch durchzuführen. Hohes Potential ergibt sich daher im eGovernment-Bereich mit vollelektronischen Anträgen, weiters durch One-Stop-Shops, durch Vernetzung zwischen den Behörden, einfachere Prozesse sowie verbesserte Beratungs- und Informationsangebote.
Auf Basis der Ergebnisse wurden im Rahmen von Workshops mit Experten und Expertinnen aus der Verwaltung und mit Interessensvertretungen konkrete Maßnahmenvorschläge erarbeitet. Die daraus entstandenen Maßnahmenlisten wurden in den Ressorts weiter präzisiert und konsolidiert. Ziel ist es, diese Maßnahmen in einem Bericht dem Ministerrat für die nächsten Umsetzungsschritte vorzulegen.
In Kürze finden Sie auf unserer Website detaillierte Informationen zum Bürgerprojekt.